Korrekturmaßnahmen: von der Abweichung zur nachgewiesenen Wirksamkeit
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Sofortkorrektur, Ursachenanalyse, Maßnahmenplanung und Wirksamkeitsprüfung verständlich trennen und mit belastbaren Nachweisen abschließen.
Eine Abweichung ist nicht gelöst, nur weil das Formular geschlossen wurde. Begrenzen Sie zunächst die Folgen, untersuchen Sie die Ursache und prüfen Sie später, ob die gewählte Lösung tatsächlich wirkt.
Fakten beschreiben und Folgen begrenzen
Halten Sie fest, was wo und wann geschah und wie groß der Umfang ist. Ohne diese Grundlage bleibt die Analyse unscharf. Eine Sofortkorrektur, etwa die Sperrung betroffener Bestände, schützt Kunden und Folgeprozesse.
Die systemische Ursache untersuchen
Fragen Sie nach Bedingungen, die den Fehler ermöglichten. „Unaufmerksamkeit“ erklärt selten das Versagen von Kontrollen. Prüfen Sie Vermutungen anhand von Daten, etwa fehlenden Wartungsvorgaben oder unklaren Arbeitsanweisungen.
Umsetzbare Maßnahmen planen
Jede Maßnahme braucht eine verantwortliche Person, einen Termin und ein erwartetes Ergebnis. Prüfen Sie ähnliche Prozesse auf dasselbe Problem. In QMOS bleiben Maßnahmen mit der Abweichung verbunden und werden als Aufgaben verfolgt.
Wirksamkeit mit Kriterien bewerten
Definieren Sie einen angemessenen Beobachtungszeitraum und ein Kriterium, etwa keine Wiederholung in einer repräsentativen Serie. Die befugte Person dokumentiert Urteil und Nachweise. Bei unzureichender Wirkung muss die Analyse weitergehen.
- Abweichung mit Umfang und Quelle beschreiben.
- Sofortkorrektur getrennt dokumentieren.
- Ursache mit Nachweisen begründen.
- Wirksamkeitsprüfung einplanen.
Häufige Fragen
Sind Korrektur und Korrekturmaßnahme dasselbe?
Nein. Die Korrektur behebt den unmittelbaren Fehler; die Korrekturmaßnahme setzt an seiner Ursache an und soll Wiederholung verhindern.
Muss die Prüfung nach dreißig Tagen erfolgen?
Nein. Wählen Sie einen Zeitraum, in dem ausreichend Erfahrungen für eine belastbare Bewertung entstehen.